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Agenda 21 Herrsching

Veranstatlungen

Die nächsten Veranstaltungen des AGENDA21-Arbeitskreises Eine Welt (incl. AGENDA 21-Kino) finden Sie hier

Eine Übersicht über die bisherigen Agenda-21-Filmgespräche gibt es hier

Fünf Seen Land Schokolade

Seit Dezember 2012 gibt es im Fünfseenland ein neues fair gehandeltes Produkt mit regionalem Charakter: Die Fünf Seen Land Schokolade.
 
Die Schokolade wurde von der "Steuerungsgruppe Fairtrade Gemeinde Herrsching" und dem Arbeitskreis Eine Welt der lokalen AGENDA 21 entwickelt und besteht weitgehend aus Fairtrade-zertifizierte Zutaten.
 
Sie war zunächst in zwei Sorten zu kaufen: Als Zartbitter-Schokolade mit süßen Mangostreifen und als Vollmilch-Schokolade mit karamellisierten gesalzenen Erdnüssen. Seit Dezember 2013 gibt es auch die Sorte Vollmilch-Bourbon-Vanille.
 
Das Besondere an der Schokolade ist, dass sie nicht nur das Fairtrade-Siegel trägt - Garant für die unabhängige Kontrolle der Fairtrade-Standards bei den Zutaten -, sondern dass sie von einem regionalen Chocolatier in hoher Qualität stets frisch handgeschöpft wird. Domenico Cacopardo vom Café und der Chocolaterie Sixt in Dießen hat zu diesem Zweck seine gesamte Chocolaterie auf Zutaten aus Fairem Handel umgestellt und lässt sie von der internationalen Fairtrade Labelling Organization (FLO-CERT) prüfen und zertifizieren.
 

Die Banderole und die Gussform, durch die jede einzelne Tafel eine Prägung erhält, die die fünf Seen unserer Region zeigt, wurden von Roland Althammer, einem in Herrsching wohnhaften Designer gestaltet. Die Banderole, mit Symbolen, die für das Leben an den fünf Seen stehen, wird klimaneutral und ökologisch sauber von Nora-Druck in Raisting gedruckt.

Herrsching trägt seit 2010 als erste Gemeinde Bayerns den Titel „Fairtrade Gemeinde“, wofür bisher der im Weltladen erhältliche Herrsching Kaffee ein Aushängeschild ist. Die Fünf Seen Land Schokolade soll nun auch in der weiteren Region den Gedanken des fairen Handels populär machen. Sie reiht sich damit ein in die Städteschokoladen aus Fairem Handel, mit denen in vielen Städten und Gemeinden ein Zeichen gesetzt wird für für Gerechtigkeit und partnerschaftliches Miteinander mit den Erzeugern.

Zwei Tafeln Schokolade verzehren die Deutschen durchschnittlich pro Woche - 12,4 % des weltweit angebauten Kakaos. Zu 90% kommt Kakao von kleinen Plantagen, die für 5,5 Mio. Kleinbauern und ihre Familien in Regionen entlang des Äquators die wichtigste Einnahmequelle und damit Ernährungsgrundlage darstellen. Gesunkene Preise führten zur Verarmung von Millionen Bauern, die vermehrt Kinder für die Arbeit auf den Kakaoplantagen einsetzen und nicht mehr in ihre Plantagen investieren. Die Fairtrade-Zertifizierung ist ein wichtiges Instrument zur Verbesserung der Situation, weil sie höhere Preise garantiert und Sozialprogramme in den Herkunftsregionen ermöglicht.

Die Fünf Seen Land Schokolade kann in den Weltläden des Fünf Seen Lands – in Herrsching, Starnberg und Tutzing - erworben werden. Für Abnehmer größerer Mengen (Kartons à 50 Stück einer Sorte) gibt es beim Weltladen der Indienhilfe e.V. in Herrsching einen Großverbraucherpreis.

Was ist die AGENDA 21?

Auf der ersten weltweiten Umwelt- und Entwicklungskonferenz 1992 in Rio verständigten sich Industrie- und Entwicklungsländer darauf, die Ressourcen der Erde künftig nachhaltig und gerecht zu bewirtschaften. Die Ergebnisse ihrer Verhandlungen wurden in der AGENDA 21, dem Aktionsplan für das 21. Jahrhundert, in 40 Kapiteln schriftlich verankert.

Die AGENDA 21 ist kein Umweltschutzkonzept, sondern will Ökologie, Ökonomie und soziale Sicherheit weltweit miteinander in Einklang bringen. Sie fordert eine Neuorientierung der Beziehungen zwischen den Nationen: eine globale Partnerschaft, die auf gemeinsamen Interessen und gemeinsamen, wenn auch differenzierten Verantwortlichkeiten beruht.

Die Umsetzung der AGENDA 21 soll auf allen Ebenen der Gesellschaft bis hinunter zur lokalen erfolgen. Auf Initiative einer Bürgergruppe bekannte sich der Herrschinger Gemeinderat im Oktober 1997 in einem Grundsatzbeschluss zu den Zielen der AGENDA 21. Er beschloss auch, dass in der Gemeinde Herrsching eine kommunale AGENDA 21 eingeführt werden soll. Jeweils ein Ansprechpartner in Politik und Verwaltung wurden benannt. Die Bevölkerung soll motiviert werden, selbständig Arbeitskreise zu bilden und den Gemeinderat über die Entwicklungen und Arbeitsergebnisse direkt informieren.

Ab Januar 1998 formierten sich mehrere Arbeitskreise, koordiniert vom Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit. Im Oktober 1999 stellt der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit dem Gemeinderat den Entwurf eines Leitbildes für ein zukunftsfähiges Herrsching, die bisherigen Arbeitsergebnisse sowie das Format des Aktionsprogramms vor. Einen Monat später stimmt der Gemeinderat dem Leitbild-Entwurf unter der Maßgabe zu, dass dieser laufend fortgeschrieben wird und sich an der Fortschreibung alle Fraktionen beteiligen. Am 28. März 2011 wurde eine überarbeitete Fassung des Leitbilds vom Gemeinderat verabschiedet.

Im Rahmen der Herrschinger Lokalen AGENDA 21 befaßt sich mit dem Zusammenhang zwischen unserem Lebensstil und den globalen ökologischen und sozialen Problemen. Unser besonderes Augenmerk gilt der Durchsetzung sozialer und ethischer Standards in Produktion und Handel, öffentlicher Beschaffung und privatem Konsum. Besonders setzen wir uns für die Verbreitung von Produkten aus Fairem Handel ein. Wir wollen die Bürger unserer Gemeinde davon überzeugen, dass jeder durch einen nachhaltigen Lebensstil und durch ziviles Engagement einen Beitrag zu einer gerechteren und zukunftsfähigen Welt leisten kann. Auf Ebene der Gemeinde treten wir ein für eine nachhaltige Kommunalpolitik.

Der Arbeitskreis Energie und die Herrschinger Ortsgruppe des Vereins Energiewende im Landkreis Starnberg (http://www.energiewende-sta.de/verein/ortsgruppen/herrsching ) erarbeiten und thematisieren neue Ideen in den Bereichen Energiespeichen, Bauen, Sanieren, Elektromobilität, Solartechnologie, Radwege-Konzept, Energiepolitik regional und überregional, Vermarktungskonzepte zum Energiesparen, Ökostrom, Unterstützung kommunaler Einflussnahme bei verschiedenen Energiethemen (z.B. Stromnetzübernahme, Gebäudesanierung, Bauleitplanung).

Der Arbeitskreis Mobilitätswende (vormals AK Verkehr) der lokalen AGENDA 21 will im Bereich lokaler und regionaler Mobilität einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.

Die Indienhilfe kooperiert mit der Lokalen AGENDA 21 und beteiligt sich an deren Aktionen und Veranstaltungen.

Engagement für den Fairen Handel kommt an - Herrsching ist für weitere vier Jahre „Fairtrade Gemeinde“

10. Oktober 2012: „Nach eingehender Prüfung Ihrer Unterlagen freuen wir uns sehr, der Gemeinde Herrsching für vier weitere Jahre den Titel „Fairtrade-Town“ verleihen zu dürfen. Das steigende Engagement und die neuen Aktionen und Aktivitäten in Herrsching sind ein schönes Zeugnis für die Verankerung des Fairtrade-Gedanken in Ihrer Kommune.“ – diese Mitteilung ging am 1. Oktober per email bei der Gemeinde Herrsching ein.

Fairtrade ist eine Strategie zur Armutsbekämpfung. Durch gerechtere Handelsbeziehungen soll die Situation der benachteiligten Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Südamerika verbessert, die Binnenwirtschaft gestärkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden. (Definition: Transfair e.V.). Der Erfolg ist dokumentiert (SZ 14.12.2012)

Am 16. Juni 2010 war der Gemeinde Herrsching – als damals erster Gemeinde in Bayern - die Auszeichnung „Fairtrade Gemeinde“ verliehen worden. Voraussetzung für die Erteilung war, Prinzipien des Fairen Handelns im öffentlichen Leben durch verschiedenste Maßnahmen spürbar zu verankern.

Der Gemeinderat bekannte sich per Beschluss bereits 1997 zu den Zielen der AGENDA 21. Es folgten 1999 die Verabschiedung eines Leitbildes für ein zukunftsfähiges Herrsching sowie 2005 die Ratsentscheidung, im kommunalen Sektor keine Produkte mehr aus ausbeuterischer Kinderarbeit – so z.B. nicht zertifizierte Granitsteine aus Indien im Straßenbau -- zu verwenden.

Im Sortiment mehrerer Geschäfte und Gastronomiebetriebe finden sich seit Jahren fair gehandelte Erzeugnisse wie Kaffee, Tee oder Schokolade. Auf Weihnachtsmärkten und im Weltladen wird ein eigener „Herrsching Kaffee“ angeboten, der auch als Geschenk Anklang findet. In Vorbereitung ist zur Zeit eine „Faire Fünf-Seenland Schokolade“ mit Zutaten aus Fairem Handel.

Informationsstände beim jährlichen Willkommenstag sowie Aktionen an Schulen bringen den Einwohnern die Fairtrade-Idee näher. Auch im Rahmen der Reihe der monatlichen AGENDA 21-Filmgespräche werden Themen des Fairen Handels der Öffentlichkeit präsentiert. Die Indienhilfe e.V. mit ihrer Eine Welt Station bietet Weltladenführungen für Schulklassen, Firm- und Konfigruppen an, hat mehrere Ausstellungen zum Fairen Handel organisiert, verleiht didaktische Materialien zum Fairen Handel an Lehrkräfte, so z.B. die Schoko Bag. In den Kirchengemeinden finden regelmäßig Aktionen statt.

Begleitet und koordiniert wird der Fairhandelsprozess durch eine Steuerungsgruppe mit Vertretern der Gemeinde Herrsching, den ehrenamtlich engagierten Bürgern des AK Eine Welt der lokalen AGENDA 21 und der örtlichen entwicklungspolitischen NGO Indienhilfe e.V., die auch den Weltladen betreibt. Die Steuerungsgruppe trifft sich zur Koordination der diversen Aktivitäten regelmäßig in offenen Sitzungen in der Bibliothek der Eine-Welt-Station (Indienhilfe) in der Alten Schule, Luitpoldstr. 20.

Aufgrund der bestehenden Kontinuität und des jahrelangen Engagements für den Fairen Handel sah es auch der Verein zur Förderung des Fairen Handels, Transfair, als gerechtfertigt an, unserer Gemeinde für weitere vier Jahre die Auszeichnung „Fairtrade Town“ zu verleihen.

Bürgermeister und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und das Team der Steuerungsgruppe freuen sich über die Anerkennung und wollen auch in Zukunft nicht nachlassen mit ihrem Engagement für die Verbreitung des Fairen Handels in Herrsching.

Der "Herrsching-Kaffee" aus fairem Handel

Herrsching wurde im Juni 2010 mit dem Titel „Fairtrade Gemeinde“ ausgezeichnet. Seit Dezember 2010 gibt es auch einen  „Städtekaffee“ in unserer Gemeinde: den „Herrsching-Kaffee“. Mit ihm soll der Gedanke des Fairen Handels gefördert werden.

Der hochwertige Arabica-Filter-Kaffee stammt von lateinamerikanischen Kooperativen, die ihn biologisch anbauen und über den Fairen Handel vermarkten.

Die langfristigen Lieferverträge des Fairen Handels geben den Kaffeebauern finanzielle Sicherheit. Die Preise sind garantiert und liegen über Weltmarktniveau. Kinderarbeit, spekulativer Termin­handel und profitorientierter Zwischen­handel sind aus­geschlossen.

Der Kaffee wird im Weltladen Herrsching und in einigen Herrschinger Einzelhandels­läden angeboten. Es gibt ihn  als Bohne und gemahlen.

Gemeinde Herrsching gegen Kinderarbeit

19.9.2005: Auf Initiative des Arbeitskreises Eine Welt der lokalen AGENDA 21 beschloss der Herrschinger Gemeinderat am 19 September 2005 einstimmig: "Herrsching kauft keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit".

Nahezu 200 Millionen Kinder unter 15 Jahren weltweit arbeiten unter ausbeuterischen Bedingungen. Das bedeutet nach der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation ILO

  • Zwangsarbeit, Sklaverei, Schuldknechtschaft oder Rekrutierung als Kindersoldaten
  • Prostitution oder Teilnahme an pornografischen Darbietungen
  • Arbeit im Zusammenhang mit Produktion oder Verkauf von Drogen
  • Arbeit, die für Gesundheit, Sicherheit oder Sittlichkeit der Kindern schädlich ist

 

Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit werden auch in Herrsching verkauft. Ob Orangensaft, Tee, Kaffee, Kakao, Blumen, Fußbälle, Turnschuhe, Kleidung, Teppiche, Spielzeug oder Natursteine, in all diesen und vielen weiteren Waren kann Kinderarbeit stecken.http://www.indienhilfe-herrsching.de/termine

Kontakt

Elisabeth Kreuz

Luitpoldstr. 20 / Indienhilfe
82211 Herrsching

Telefon
E-Mail
Web

08152 - 1231
email@indienhilfe-herrsching.de
www.indienhilfe-herrsching.de


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82211 Herrsching a. Ammersee

Tel: 08152 3740
Fax: 08152 5218

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