Herrsching legt kommunalen Wärmeplan vor
Klimaneutralität im Blick

Die Gemeinde Herrsching hat gemeinsam mit der MaxSolar GmbH das Fachgutachten zur Kommunalen Wärmeplanung erfolgreich abgeschlossen. Damit legt die Gemeinde einen strategischen Fahrplan vor, der die Zielvision einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040 festlegt und neue Wege für eine umweltfreundliche Zukunft aufzeigt. Dieses bedeutende Projekt ebnet den Weg für eine umweltfreundliche und zukunftsorientierte Wärmeversorgung in unserer Gemeinde.
„Der Abschluss des Gutachtens ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zu einer nachhaltigen und innovativen Energiezukunft“, erläutert Bürgermeister Christian Schiller. „Unser Ziel ist es, umweltfreundliche und effiziente Lösungen zu entwickeln, um die Energiewende vor Ort aktiv mitzugestalten.“
Das Fachgutachten bietet eine umfassende Analyse der bestehenden Wärmeinfrastruktur und identifiziert vielversprechende Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zur deutlichen Reduzierung des CO₂-Ausstoßes. Es bildet eine solide Grundlage für die nächsten Schritte in der nachhaltigen Entwicklung Herrschings und unterstreicht das Engagement der Gemeinde für eine lebenswerte Zukunft.
Die vollständige Dokumentation einschließlich Fachgutachten und weitere Informationen zum Projekt sind auf dieser Seite abrufbar.
„Wir bedanken uns bei allen, die dieses Projekt aktiv unterstützt haben, und freuen uns auf eine positive und nachhaltige Zukunft für Herrsching!“ sagt Christine Schleich, Sachgebiet Energie & Umwelt.
Fachgutachten Kommunale Wärmeplanung (PDF)
Herrsching, 20.08.2025
Dokumentation
Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategischer Ansatz, der darauf abzielt, die Wärmeversorgung in Städten und Gemeinden nachhaltig und effizient zu gestalten. Sie umfasst die Analyse des aktuellen Energiebedarfs und der vorhandenen Infrastrukturen sowie die Entwicklung von Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs und zur Integration erneuerbarer Energien.
Im Zentrum der kommunalen Wärmeplanung steht die Erstellung eines Wärmeplans, welcher der zukünftigen Wärmeversorgung der Gemeinde Herrsching als Grundlage dienen kann. Dieser Plan berücksichtigt lokale Gegebenheiten wie Bevölkerungsdichte, vorhandene Gebäude, industrielle Strukturen und natürliche Ressourcen. Ziel ist es, durch den Einsatz moderner Technologien wie Wärmenetze, Wärmepumpen und solarthermische Anlagen eine klimafreundliche und kosteneffiziente Wärmeversorgung zu gewährleisten.
Wichtige Aspekte der kommunalen Wärmeplanung sind die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Verwaltungen, Energieversorgern und Bürgern sowie die Nutzung von Fördermitteln und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Durch eine vorausschauende und koordinierte Planung kann die Gemeinde Herrsching nicht nur ihre CO2-Emissionen senken, sondern auch die Lebensqualität ihrer Einwohner verbessern und langfristig Energiekosten sparen.
Die Gemeinde Herrsching steht vor der Herausforderung, ihre Wärmeversorgung (die bislang überwiegend auf fossilen Energieträgern wie Erdgas und Heizöl basiert) zukunftsfähig und klimafreundlich zu gestalten und befindet sich mit der Firma MaxSolar GmbH in der Erstellung der Kommunalen Wärmeplanung. Für die Erstellung des Konzepts nutzt MaxSolar ein etabliertes digitales Modellierungswerks: INFRA | Wärme der LBD-Beratungsgesellschaft mbH, Berlin. Die kommunale Wärmeplanung wird voraussichtlich bis zum 30.09 2025 abgeschlossen sein; sie besteht aus den Schritten Bestandsanalyse, Potenzialanalyse, der Erstellung eines Zielszenarios und der Erarbeitung einer Wärmewendestrategie.
Kommunale Wärmeplanung: Erste Erkenntnisse und langfristige Strategien für eine klimafreundliche Energieversorgung
Die Kommunale Wärmeplanung ist ein zentrales Instrument, um Städte und Gemeinden auf eine klimafreundliche und nachhaltige Wärmeversorgung auszurichten. Die Analysen liefern eine erste Orientierung, während detaillierte Einzelprüfungen im Zuge der Umsetzung erfolgen. In der Kommunalen Wärmeplanung werden die Daten möglichst präzise, in der Regel gebäudescharf, erfasst – die Darstellung erfolgt jedoch aus Datenschutzgründen auf Baublockebene.
Bestandsaufnahme als Grundlage
Ein grundlegender Baustein der Wärmeplanung ist die Erfassung der bestehenden Bebauungsstruktur sowie der aktuellen Energieversorgung. Hierbei stehen insbesondere der Energiebedarf, reale Verbräuche und der Anteil fossiler und erneuerbarer Energien im Fokus. Zur Analyse werden Daten aus verschiedenen Quellen, darunter kommunale Informationen, Netzbetreiberdaten (Strom, Gas, Nahwärme) sowie LOD2- und Zensus-2022-Daten, herangezogen. Ergänzend können öffentliche Quellen und weitere Akteure zur Verbesserung der Datenqualität beitragen.
Potenzialanalyse: Möglichkeiten für eine klimafreundliche Wärmeversorgung
Neben der Bestandsaufnahme ist die Identifikation realistischer und wirtschaftlicher Möglichkeiten zur Reduzierung fossiler Energien entscheidend. Im Fokus stehen dabei:
- Sanierungspotenziale: Optimierung der Gebäudestruktur zur Effizienzsteigerung
- Alternative Wärmequellen: Nutzung von Umweltwärme und Abwärmequellen
- Wärmenetze: Ausbau und Umstellung bestehender Netze auf klimaneutrale Technologien
- Regenerative Energie: Verstärkter Ausbau von Photovoltaik und Windkraft zur Elektrifizierung des Wärmesektors
Zielszenarien und Maßnahmen für eine nachhaltige Wärmeversorgung
Zur Umsetzung der Wärmewende werden verschiedene Entwicklungsszenarien definiert – mit einem Stufenplan in 5-Jahresschritten bis zur Klimaneutralität. Hierbei werden Vorranggebiete für unterschiedliche Wärmeversorgungskonzepte festgelegt. Die zentrale Fragestellung: Welche Technologie kann wo die benötigte Wärmemenge klimafreundlich bereitstellen?
Zusätzlich werden mögliche Versorgungsstrukturen ermittelt, die Aspekte wie Netzlänge, Wärmebedarf und kommunale Entwicklungsziele berücksichtigen. Konkrete Maßnahmenvorschläge enthalten auch eine Abschätzung von Kosten und Zuständigkeiten.
Erste Ergebnisse: Hoher Sanierungsbedarf im Gebäudebestand
Die bisherigen Analysen zeigen, dass rund 80 % der Gebäude in Herrsching a. Ammersee private Haushalte sind, 18 % gehören zum Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungssektor, 2,2 % sind öffentliche Gebäude. Eine besondere Herausforderung stellt das hohe Alter des Gebäudebestands dar: Ein erheblicher Anteil wurde vor 1977 errichtet – also noch vor der ersten Wärmeschutzverordnung.
Diese Erkenntnisse bilden die Basis für weiterführende Maßnahmen, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Wärmeversorgung sicherzustellen. Die Kommunale Wärmeplanung schafft somit eine strategische Grundlage für eine klimaneutrale Energiezukunft.
November 2024
Bestands- une Potentialanalyse (19.02.2025)
- Diese Präsentation zeigt den aktuellen Stand der Bestands- und Potenzialanalyse im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung für Herrsching am Ammersee
- Sie dient dazu, Ihnen einen ersten Einblick zu geben, welche Daten bisher erhoben und ausgewertet wurden
- Im Rahmen der Offenlegung erhoffen wir uns Stellungnahmen Ihrerseits, um die vorliegenden Daten weiter zu konkretisieren, bzw. anzupassen, falls notwendig
- Die eingegangenen Stellungnahmen werden von Herrsching am Ammersee und den beauftragten Büro MaxSolar GmbH geprüft und, soweit möglich, in den Wärmeplan integriert
- Im Anschluss an die Bestands- und Potenzialanalyse finden parallel die weiteren Ausarbeitungen u. a. zur Berechnung von Versorgungsvarianten und -szenarien statt
Präsentation Kommunale Wärmeplanung - Bestands- und Potentialanalyse (PDF)
Februar 2025
Kommunale Wärmeplanung - Zielszenario und Maßnahmen vorgestellt!
In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 26. Mai 2025 wurde das Zielszenario der kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Herrsching am Ammersee vorgestellt. Im Mittelpunkt standen u.a. konkrete Maßnahmen, wie die zukünftige Wärmeversorgung in der Gemeinde klimafreundlich, effizient und zukunftssicher gestaltet werden kann.
Zielszenario und Maßnahmen (PDF)
Die kommunale Wärmeplanung ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität und zur Umsetzung der Energiewende auf lokaler Ebene. Sie analysiert den aktuellen Wärmebedarf sowie die bestehende Infrastruktur und zeigt auf, wie durch erneuerbare Energien, Abwärmenutzung und Effizienzsteigerungen eine nachhaltige Versorgung möglich ist.
Juli 2025